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Zeitsprung: 100 Jahre, Justizpalast + Grete-Rehor-Park

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100 Jahre liegen zwischen den Fotos. Dazwischen hat der Justizpalast, seitlich der Ringstrasse neben dem Parlament gelegen, gebrannt*. Das gewölbte Dach des Mitteltrakts wurde so nicht mehr aufgebaut.
Und wir sehen zwei Bepflanzungsvarianten: einerseits die Farbopulenz der (späten) Ringstrassenära und eine der jetzt sehr oft angelegten (pflegeleichteren) Präriepflanzungen. 



Es stellt sich hier, wie so oft die Frage nach dem Gestaltungsziel.
Die Bepflanzung kann das Bauwerk im Stil der Neo-renaissance kongenial ergänzen - was die Beete um 1913 mit ihren Parterremuster zweifellos besser getan haben als die jetzige Präriepflanzung. Oder sie kann einen zeitgemässen Kontrapunkt bilden, auf geänderte Bedürfnisse eingehen (naturhafter, weniger Resourcenverbrauch, moderne Gestaltungsprinzipien aufgreifen).

Was gefällt euch besser, kennt ihre gelungene Beispiele vor allem für Variante zwei - zeitgemässer Kontrapunkt.


 neugierige Grüsse
Brigitte

* während der Unruhen in Ö 1927

Violettes Meer - Purpur-Koenigskerzen, ganz viele

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Eine Böschung voller Purpur-Königskerzen (Verbasum phoeniceum) hat mir Karl Hillebrand (pflanzenexperte-hillebrand.at) neulich gezeigt,

Das hat mich sehr beeindruckend, denn im allgemeinen kommen sie nur vereinzelt vor. Am Ortsrand von Neusiedl am See im Burgenland allerdings waren sie nicht nur in Mengen, sondern auch an ganz unerwarteter Stelle zu sehen. Von richtigen Standort aus wirkt die Umgebung richtig idyllisch.
Hinter Karl, dort wo die Wiese dunkel wirkt, ist ein tiefer Einschnitt. Hier testen viele Autofahrer (aber wenige _innen) wie schnell es sich auf der vielbefahrenen Strasse zwischen Jois und Neusiedl fahren lässt. Hinter meinem Standort ist ein McDonalds und ein Industriegebiet angesiedelt.

Die Böschung zwischen Strasse und McDonalds war übersät mit Violetten Königskerzen in violetten und, gelegentlich, sanften Rosatönen. Weisse habe ich keine gesehen.

Die zweijährige Pflanze braucht für's Gedeihen und Versamen (halb)trockenen Boden mit ausreichend Sonne (die hier …

Langenloiser Staudentage 2017

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Mit meinem jährlichen Bericht von den Langenloiser Staudentagen melde ich mich von meiner langen Blogpause zurück. Ich bin frohen Mutes, dass nicht nur die Sonne wieder an Kraft, die Tage an Länge und die Vegetation an Fahrt gewinnt, sondern auch meine Blogaktivitäten.
Gleich der erste Vortrag über die Schirm- und Flachrohrbambussichtung (Fargesia bzw. Phyllostachys in Arten und Sorten) an der Gartenbauschule Schönbrunn von Jürgen Knickmann war mir Bestätigung, dass ich meine Kundinnen und Kunden zu recht davor warne, Bambus zu setzen - vor allem ohne genaue Sortenkenntnis. Denn viele brauchen wirklich massiven Wurzelschutz (bis in 1m Tiefe!!), und auch bei Fargesia-Sorten ist mensch gute beraten, einen Wurzelschutz zu installieren.
 Gut abgeschnitten haben in der Sichtung F. murielae: winterhart, tlw. Neigung zu Blattrollen im Sommer (wässern!), je nach Sorte bis 3m hoch. Von den erwähnten mit sehr gut bewerteten Sorten ist 'Jumbo' öfter im Handel zu finden. 'Bimbo' n…

Valentinsgrüsse

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sonnig, aber so kalt dass gerade nicht viel im Garten blüht. Daher gibt es heuer ein paar Primeln für Euch zum Valentinstag

Brigitte

Wünsche

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Fröhliche Weihnachten schöne Feiertage  ein Gutes Neues Garten.Jahr 2017
wünscht
Brigitte

Winterhärte Zonen (USDA) für Österreich

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Winterhärtezonen geben die tiefsten in einem Gebiet zu erwartenden Wintertemperaturen an. Sie werden immer wieder bei Pflanzenbeschreibungen in Katalogen und vor allem Büchern angegeben und sind ein guter Anhaltspunkt, ob eine Pflanze im Garten ungeschützt überleben kann - in Grenzfällen kommt es auf das Kleinklima an. Ein warmer Innenhof hat eine höhere WH Zone als windgepeitschtes plattes Land ohne jeden Schutz.

Hier eine Zusammenführung von verschiedenen online publizierten USDA*-Karten, u.a. von Tropenland und garten-pur. Eigene Erfahrungen der Ersteller sind hier eingebaut.

*USDA: US Department of Agriculture

klirrende Grüsse Brigitte

Eine wilde Karotte und ihre Tiere

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vor unserer Eingangstür blüht heuer eine Wilde Möhre (Daucus carota). Diese einheimische zweijährige Schönheit für sonnige trockenere Standorte ist nicht nur von schönster Struktur. Sie ist auch jeden Tag Schauplatz einer neuen Episode im Serienhit 'Life on an Umbellifer'. Hauptdarsteller sind eine Krabbenspinne  und zwei Schwalbenschwanzraupen In den Nebenrollen Wanzen,  Florfliegen, die gar keine Fliegen, sondern, was für ein Wort für so filigrane schöne Geschöpfe, Netzflügler sind. Waffenträger kömmen auch vor (in der Mitte eine grün-goldene Waffenfliege)

Wegelagerer (eine Wegwespe) und hurtige Käfer (im Bild nach meinen bisherigen Nachforschungen ein Schnellkäfer) Winzlinge lauern, wie diese Spinne (Suchbild!). Wären mir  nicht die in ihrem Netz hängenden Blütenblätter aufgefallen, kaum grösser als sie selbst, hätte ich sie nie bemerkt.
und ein jugendlicher Heuhupfer der in Mimikry macht. Der Crime-Faktor ist, wie es sich für eine ordentlichte Serie gehört, hoch. Der weiss…

Garteneinblick- Heldenberg bei Kleinwetzdorf

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Eine Zeitreise an einen seltsamen Ort - wer den Heldenberg in Kleinwetzdorf besucht, wandelt auf den typischen Schlängelwegen eines englischen Gartens kontinentaler Ausprägung geht durch einen verlorenen Landschaftspark, schreitet durchs Pantheon (und ein Museum mit dreidimensionalen Schlachtbildern (diese Mengen an Zinnsoldaten!) und Spaliere metallgewordener Habsburgerkaiser, ihrer Feldherren und ihrer tapferen Soldaten (diese Menge an Zinnguss!), sieht hohe Obelisken über den Gräbern zweier Idole des Erbauers, von dem der Todesgenius ins sanfte Land des Weinviertels blickt und entrinnt nicht den drei Parzen. Der Weg beginnt harmlos. Hinter der modernen unauffälligen Kassen- und Ausstellungshalle geht es gen Westen zu. Zur Linken duckt sich das Schloss hinter seine abschirmenden Hecken und Gehölzinseln. Der Garten scheint sehr schön zu sein… 

Es lockt dann das Löwentor zur Rechten in den 200 Jahre alten Englischen Garten, vor wenigen Jahren wieder aus dem Schlaf geweckt. Erste befremdl…

Garteneinblick - Rosarium Baden bei Wien

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Im Badener Rosarium im Doblhoff Park starten mit dem Rosenfest am 4. Juni wieder die Badener Rosentage mit einem einschlägigen Programm*.
Im Rosarium selbst hat frau Gelegenheit, aus über 700 Sorten und Arten die persönlichen Lieblingsrosen auszusuchen.

Dieses breite Spektrum, von der einmalblühenden hagebuttengeschmückten Wildrose über Strauchrosen, Englische Rosen bis zu den dauerblühenden Edelrosen, findet sich nicht so schnell wieder in (Ost)Österreich.

Bei einem Besuch unbedingt die umfangreiche Sammlung von Rosen des altösterreichischen Züchters Rudolf Geschwind besuchen. Viele seiner Rosen sind noch immer Klassiker der Alten Rosen und für die heutigen schwankenden Klimaverhältnisse ideal. Denn erklärtes Zuchtziel Geschwinds waren in Mitteleuropa ausreichend winterharte und gesunde Rosen mit romantischen Blütenformen.

Ein zweiter Besuch im Herbst zahlt sich unbedingt aus, sieht die rosenbegeisterte Gärtnerein dann wie widerstandskräftig ihre Wunschrosen gegen Krankheiten sind. M…