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13.12.12

Pick, pick ...

 ... die Zeit der Vogelfütterung fängt wieder an (viele plädieren übrigens für eine ganzjährige Fütterung, die allerdings während der Brutaufzucht ausgesetzt werden sollte, 3ter Absatz im Link).

Die künstlichen Futteroasen
Die klassische, oft verspielten, Vogelfutterstationen in Hausform habe ich weitaus an häufigsten gesehen bei meinem Streifzügen.
Vogelfutterhaus als LeiterwagenPlexigals-Holz Vogelfutterhaus


Dass die sehr oft, am besten täglich, mit heissem Wasser gereinigt werden müssen, hat sich hoffentlich schon herumgesprochen - sie werden sonst zur 'Bazillenschleuder', nicht zuletzt durch Vogelkot, der auf das frei zugängliche Futter gelangen kann.

Futter darf auch nicht nass werden, da Schimmel und Krankheitserreger sich im Feuchten ausbreiten können. Viele der Häuschen schützen nicht genug for REgen und Schnee, auch offen ausgestreutes Futter ist suboptimal.
Hier wird nässegeschützt gefüttert, und nur so viel, wie an einem Tag von den Gefiederten gefressen wird.
Regengeschütztes Vogelfutter in Fensterlaibung

Unter obigen Gesichtspunkten gut geeignet ist Fettfutter wie Meisenknödel o.ä,.

Nässegeschützte MeisenknödelMeisenknödelhalterung

Buntspecht an Meisenknödel
das auch vom Buntspecht gerne angenommen wird.

Selbst hergestelltes Fettfutter hat noch einen weiteren  entscheidenden Vorteil: bei Kauf aus zuverlässiger Quelle ist die Mischung Ambrosiafrei. Geeignet zum Befüllen sind z.b. zerschnittene Klopapier- oder Druckpapierrollen, Backformen, aufgeschnittene Kokosnüsse oder umgedrehte Tontöpfe:
Photo credit: gynti_46 / Foter / CC BY-NC-SA

Blaumeise an KokosnusstationKohlmeise an ApfelEichelhäher an Mais
Gerne angenommen werden auch Kukuruz (=Mais), Apfelstücke (keine ganzen Äfpel), Haselnüsse oder was nach dem Auslösen der Walnüsse noch an Resten in den Schalen bleibt

 Loses Körnerutter ist in Futtersilos gut aufgehoben, aus Kunststoff und verzinktem Eisen, Roheisen oder Keramik

www.feuerform.at
gestaltet (und fotografiert) von Gerhard Horvath, www.feuerform.at

getöpfert von "Kunst im Keller", Wimpassing/Leitha

oder auch ganz aus Kunsstoff. Im Netz habe ich diese hübschen alten Futtersilos aus Amerika gefunden
Photo credit: akahodag / Foter / CC BY-NC-ND

Einen Nachteil haben diese Silos, das Futter fällt leicht heraus, und kann auf Schnee oder bei feuchtem Wetter nass werden und führt zu den selben Problemen wie oben geschildert
Wasser lieben und brauchen Vögel auch im Winter, also halte ich bei frostfreiem Wetter das Vogelbad gut gefüllt.


Der Garten als Vogelparadies

Wie im schon oben verlinkten Artikel angemerkt wird, ist ein Garten mit für Vögel wichtigen Strukturen für den Artenschutz (vor allem für seltenere Arten) wichtiger als das zufüttern. Ein Vogelgarten sollte Gebüsche, Reisig, Totholz, auch im Winter nicht abgeschnittene Staudenskelette und andere kleinteilige Strukturen bieten, in denen die Vögel Schutz, Nistmöglichkeiten und Nahrung finden.
Nachtigall im Dickicht
Nachtigall im Gebüsch

Ganze Scharen durchziehender Stieglitze beleben Gärten mit Futterpflanzen (z.B. Karde, Kugeldistel, Nachtkerze, Kletten etc) während sie, abenteuerlich sich festhaltend, die Pflanzen  'abernten' Auch Beeren, z.B. von Berberitzen und Hagebutten sind beliebt.
Stieglitze an Karde
Stieglitz auf Karde

Hartriegel (Cornus), Pfarrerkapperl (Spindelstrauch, Euonymus), Berberitze (auch asiatische, Berberis), Liguster (Ligustrum) oder Weissdorn (Crataegus) runden das Angebot ab, allerdings treten dann auch Sämlingen auf - lernen, sie zu erkennen, ist nützlich. Relativ grausig dürften, für Vögel, die Schneeballfrüchte schmecken - nach meiner Erfahrung werden sie von ihnen nicht so schnell angenommen und bleiben daher oft über den Winter hängen.
Übrigens, Schlehen und Sanddorn erobern nach einer Eingewöhnphase ruck-zuck das Terrain mit  viele Meter langen Ausläufern. Sie sind, obwohl immer wieder in Listen für Vogelnährhecken aufgeführt, meines Erachtens für kleine Hausgärten nicht geeignet, allenfalls mit einer soliden Wurzelsperre.

Genauso wichtig wie Futterpflanzen für die Körnerfresser ist die natürliche Streuschicht am Boden - altes Gras, Laub, geknickte Blütenhalme, Steinchen uswusf., oder Ritzen und Spalten in Gehölzen. Hier verkriechen sich Insekten, die Weichfresser (wie Rotkehlchen, Zaunkönig, Amseln, Drosseln) durch den Winter bringen .

Hier in unserem Garten suchen Meisen oder Spatzen regelmässig in den Ritzen der sägerauen Holzfassade oder in Nischen wie hier unter dem Wetterblech eines Fensters nach Nahrung. Ab dem Frühjahr nisten sie übrigens in den Nischen oberhalb der Verschalung.

Kleiber oder Baumläufer bevorzugen die raue Rinde von Bäumen, sie habe ich an der Fassade noch nicht beobachtet, und zu einer Futterstelle kommen sie auch erst später im Jahr.

Die Vögel kommen hier im Gartenmehrmals am Tag, oft in Trupps. Morgens, am späten Vormittag, am frühen nachmittag und knapp vor der Dämmerung sind die Chancen für ein gutes Foto am höchsten.

in diesem Sinne: fröhliches picken!

gute Infoquellen: Tiermedizinportal, Naturschutzbund (mit Hinweisen zu geeigneten Futter)

Kommentare:

  1. Hallo Brigitte,
    hast du denn den Schneeball im Garten?
    Ich versuche schon seit Jahren herauszufinden, wer ihn wann wohl mag. Die Gimpel fressen die Beeren wohl, Seidenschwänze sollen ganze Sträucher leer plündern. Gesehen habe ich beides noch nicht selbst.
    VG
    Elke

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  2. Hallo, Elke, ich habe rotfruchtigen schneeball im garten (und viele wachsen in der au entlang dem fluss an dem ich lebe). Die früchte bleiben im garten und in der au immer sehr lang hängen, bis weit nach den winter.
    Im garten habe ich auch gelbfrüchtigen, den nehmen sie so gut wie gar nicht.

    Seidenschwänze gibt es bei uns überhaupt nicht, und gimpel habe ich erst einmal in winter einen für zwei oder drei stunden gesehen. Ist nicht deren gegend.

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  3. as*-tu des adresses pour commander des mangeoires an Allemagne je suis en france?
    mp

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  4. PierreG, qui voulez-vous que? la céramique? pour que je puisse vous donner une adresse.
    Brigitte

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  5. Et pour ceux en fer, je pourrais vous donner une adresse aussi bien. http://www.facebook.com/photo.php?fbid=174582779354598&set=a.120688734744003.36403.100004086319480&type=1&theater

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Die Bloggerin

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  • weiterverwenderin von altem oder entsorgtem (auch im garten) und von gestaltung und design (fast) so begeistert wie vom gärtnern.
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  • berufung als gartentrainer andere mit begeisterung für's garteln anstecken und unterstützen.