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01.12.13

Paris, hors d'œuvre


was fällt als erstes auf, wenn ein Gartenfreak Paris besucht? Nun, bei mir waren es die Fassaden - viele in einem relativ gelben, daher warmen Grau
mit üppigen schmiedeeisenen Gittern vor den französischen Fenstern
war, glaube ich, ein Hotel.
 oder kleinen Balkonen.

Balkone gibt es auch in Wien, französische Fenster kaum. Der grosse Unterschied ist aber: in Paris ist bei fast jedem Haus mindestens ein Balkon begrünt(!), meistens aber viele mehr.

die Bepflanzung ist so üppig wie das Gitterwerk
Beliebt sind auch Klinkerfassaden
quirky zur Ziegelfassade
Auch der kleinste Platz wird genutzt, oft mit Pflanzen, die im Kontext mit der Architektur, durch ihre starke grafische Wirkung leben,
relativ oft werden Sukkulenten verwendet
 oder Kombinationen, die durch Nuancen monochromer Schattierungen punkten (siehe die ersten beiden Bilder).
Übrigens, weil ich grad dran denke: schnellwachsende Blattsukkulenten (z. B. Echeveria, Graptopetalum)  können ganz einfach im zeitlichen Frühjahr durch die beim Rückschnitt anfallenden Stecklinge (trocken halten!) vermehrt werden, und genau wie die üblichen Sommerblumen ab Mitte Mai  hinaus auf die Fensterbank.
Gar nicht selten waren auch unerwartete Freuden wie diese Plattformbewohnerin.
geht in Paris weniger Wind als in Wien??
In Wien ist die Fassadendurchgrünung leider (noch?) etwas schwächer ausgeprägt, was auch an den unwirtlicheren Wintern liegen mag; beträgt die durchschnittliche Temperatur im Jänner in Paris +3°C, frösteln wir in Wien bei 0° schon mehr - Menschen und Pflanzen.

au revoir


Links:
Weitere Fenstergärten in Paris
Paris, amuse gueule 


Fotos Wiener Fassaden aus meinem Flickr Stream
Wiener Fassaden gesehen von Ruth Wegerer


Kommentare:

  1. Hallo Brigitte,
    ich denke, je weniger Grün die Umgebung hat (Paris soll weniger Parks haben als zum Beispiel London, habe ich mal gelesen?), umso mehr versuchen die Bewohner, ihre Balkons zu bepflanzen.
    Sukkulenten sind natürlich immer eine gute Wahl, die sind pflegeleicht.
    Danke für die schönen Eindrücke!
    VG
    Elke

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  2. bitte, Elke, gerne.
    Weisst Du was, Dein beitrag hat mich dazu gebracht, den anteil an grün in verschiedenen städten zu kalukulieren: London, Paris, Wien. Ist gar nicht leicht, denn je nachdem, ob am stadtrand liegende grüngürtel eingerechnet werden, ändert sich der massiv. Und was gehört zur stadt? Nehme ich Paris im eigentlichen sinne, dann ist das die dichtbebaute stadt innerhalb der peripherique. Wäre also Wien innerhalb des gürtels, oder zumindest innerhalb der vorortelinie. Und für die für London in den grenzen vor der etablierung von Greater London habe ich noch keine flächenangaben gefunden. Oder für die riesigen parks.

    Es ist also beim versuch geblieben.

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Die Bloggerin

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  • gärtnerin ... alles bio und natürlich und wild, ohne herbi-, fungi- und sonstige -zid erfahrungen ... daher voller Leben und Stimmen und Gerüche
  • weiterverwenderin von altem oder entsorgtem (auch im garten) und von gestaltung und design (fast) so begeistert wie vom gärtnern.
  • garten- und pflanzenfotografin (Getty Images Contributor)
  • berufung als gartentrainer andere mit begeisterung für's garteln anstecken und unterstützen.