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30.08.15

K.i.G.artenreminiszenzen Juni '15: Was hat mensch im Juni?

Genau, Dreck unter den Zehennägeln (meine sind daher von Saisonstart weg erdschwarz gestrichen), denn frau geht in Schlapfen (=äh, Sandalen?) oder barfuss durch die grünen Gefilde.
In voller Schönheit ist der Vitruviuszwerg von MotzKER hier zu sehen (scrollen)

Ringe unter den Augen, weil die Nachtigallen durch die Nacht hallen, und wer schläft dann schon?
Und würden Himbeeren färben, wäre dann nicht der Mund ein rosenroter? Heuer hatten wir übrigens eine fantastische Himbeerernte, es gab u.a. Framboise (links im Bild): Buttermürbteig (ich verwende frisch gemahlenens Emmermehl), Himbeere an Himbeere, darunter eine zarte Ganache mit Kick (eine Prise Chiliflocken, wir lieben dezente Schärfe).
Framboise und Kokosreis F&F (Fruit & Flower)

Im Juni blühen die letzten einheimischen Gehölhze in der Au entlang des Flusses an dem wir leben. Sie ist dann Teil des Gartens, denn auch innerhalb der (unauffälligen) Grenzen blühen sie - dort, wo die Vögel Glück an passenden Plätzen hinterlassen haben, wie entlang der Einfahrt in den Garten.
Die Einfahrt in unseren Garten. Der liegt in einem Weiler. Rechts die Hectrose, Rosa glauca.
Und weils ein Garten ist, gibt es auch Zuchtformen der Wilden, wie hier der Schwarze Spitzen Holler
Sambucus nigra 'Black Lace'. Der Hollersirup aus den Blüten goes rosa.

Apropos Einfahrt, endlich eine passende Kugelleuchte gefunden. Der Sockel wartet schon zu lange trockengemauert darauf, seine tragende Funktion zu erfüllen. Und Heureka! die hat oben keine durchgehenden Fugen mehr - wir bekamen auch Abbruchsteine (Beton! Anstehendes Gestein einer Gegend, reich an Kies und Schotter!!) im richtigen Format.
Hier hat die Lampe noch nicht ihr Innenleben - wie es fertig ausseht, seht Ihr in den August-Reminiszenzen.

Gebläute Äste und blaue Wand nehmen übrigens die Farbe einer Halle am Nachbargrundstück auf. Die ist so, vor allem in der laublosen Zeit, in dem Blick von der Feldgrenze des Gartens aus eingebunden. Nix Fremdkörper mehr.
Genug Lampe bewundert (endlich Licht am Weg im Finstern! Nach Jahren!!), ein paar Schritte weiter bleibe ich aber schon wieder stehen -im Juni schiebt die Spinnwebhauswurz ihre Blüten, wochenlange Faszination der feinen Webfäden über pyknischen Stängeln. Heuer werden sie begleitet von einer namenlos gekauften Mittagsblume mit sehr attraktivem silbriggrauem Laub (Gazania rigens, so weit ich feststellen konnte).

Und noch einmal verhalte ich am Weg zum Haus (das steht weit hinten im Garten), die beiden 'Ward'schen Kuppeln' wollen beäugt werden: zwei Glassturze (das Innenleben einer kaputten Isolierkanne) tief in die Erde zweier grosser Pflanzschalen gesteckt. Und getreulich kann ich in ihnen jedes Jahr das pflanzliche werden und vergehen beobachten - eine Wunderkammer im Freien.
Vielleicht sollte ich die Glassturze einmal reinigen!?
Ein Triumvirat der Nicht-Lilien im Garten blüht im Juni: Schwertlilie, Taglilie und Steppenlilie ("Nein, das sind keine Lilien, auch wenn alle Lilien sagen. Die haben ganz andere Bedürfnisse, sind auch nicht näher  verwandt, nur spargelartig sind sie alle").
Iris 'Wenn Ich Den Namen Nur Wüsst', Hemerocallis 'Pfennigparade', Iris spuria Hybride 'Namenlos'
Drei meiner liebsten Rosen, fotografiert am Beginn der blauen Stunde: die Pemberton Hybride 'Kathleen' bekommt schöne orange Hagebutten (links im Bild), die Büschelrose (Rosa multiflora) duftet meterweit und wird gross. sehr gross. Noch mehr duftet die Moschus-Rose (Rosa moschata, ganz im Hintergrund). Die wird riesig. Sie steht am Rand des Wäudls (=Wäldchen im Niederösterreichischen), hatte die ersten Jahre zu tun, ans Licht zu kommen. Jetzt setzt sie zum überwölben der Gehölze an. Passt.
Die dünnen Stangerln sind die Blütentriebe der Strauchkastanie
Vor meinem Schlafzimmerfenster hat heuer 'Veilchenblau' geblüht, ein Trieb hat die Brüstung erreicht. Am frühen Morgen feiner Duft durchs offene Fenster...
Das Fenster schaut nach ONO. Rechts steht Lonicera henryi. Heimstatt für Eichhörnchen, Amseln, Spatzen, ....
Und so vergeht der wunderreiche lange Tag im Juni, vom Morgen bis zum Abend
Den Blick links seht Ihr hier im April.


Schöne Tage :)

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Die Bloggerin

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  • gärtnerin ... alles bio und natürlich und wild, ohne herbi-, fungi- und sonstige -zid erfahrungen ... daher voller Leben und Stimmen und Gerüche
  • weiterverwenderin von altem oder entsorgtem (auch im garten) und von gestaltung und design (fast) so begeistert wie vom gärtnern.
  • garten- und pflanzenfotografin (Getty Images Contributor)
  • berufung als gartentrainer andere mit begeisterung für's garteln anstecken und unterstützen.